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Schlafmaske

Die meisten werden sie irgendwann irgendwie irgendwo schon mal gesehen haben, die Schlafmaske.

Ich habe diese hier

 

Nagut, Pink ist nicht gerade mein Farbe, aber die anderen Farben hatten entweder noch blödere Sprüche drauf oder es gab einfach nicht meine Wunschfarbe. Und eigentlich ist die Farbe meiner Schlafmaske hier auch nicht das Thema :D

Ich hab bis vor einiger Zeit solche Schlafmasken als Accessoire in älteren Spielfilmen für komödiantische Einlagen angesehen. Aber irgendwann ging es mir auf den Keks, daß Tageslicht mein halbstündiges Nickerchen störte. Also erwarb ich recht kurzentschlossen abgebildetes Exemplar. Leider ist dieses nicht lichtdicht weshalb ich mir sicherlich noch eine andere qualitativ hochwertigere Schlafmaske anschaffen werde.

Schlafmasken sind aber nicht nur dazu geeignet Licht daran zu hindern in einen schönen tiefen Schlaf zu fallen, sie können auch mehr:

  • Schlafmasken helfen gegen leichte Platzangst, wenn man in "die Röhre" auch Kernspintomographen, MRT oder MRI genannt, muß. Man macht nicht ausversehen die Augen auf und sieht die Enge, das hilft ungemeint
  • Schlafmasken können auch gegen das Trockenwerden der Hornhaut im Schlaf schützen. Gerade in der heißen Jahreszeit hat man ja besonders nachts gern die Fenster geöffnet, um die Tageshitze aus den Räumen wehen zu lassen. Das kann durchaus zu trockenen Augen führen, wenn die Augenlider nicht ganz schließen. Man wacht dann mit schmerzenden Augen auf, hat ein Fremdkörpergefühl und will sich vermeintlichen "Schlaf" aus den Augen reiben. Es fühlt sich ähnlich an wie eine Bindehautentzündung, schaut man dann aber in den Spiegel, schaut das Auge ganz normal aus. Die Schlafmaske verhindert, daß im Schlaf Zugluft die Augen austrocknen und reizen. 
  • Eigentlich unnötig zu erwähnen, aber natürlich kann man mit einer Schlafmaske sein erotisches Leben etwas aufpeppen ;)

 

 

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Bandscheibenvorfall zwischen dem 5. und 6. Halswirbel

 

Hallo liebe Leute,

hier also der Bericht über meinen Bandscheibenvorfall.

Vorgeschichte:

Ich hatte im letzten halben Jahr im rechten Arm, vor allem im Schulterbereich immer wieder mal Schmerzen und dachte da eher an Verspannungen. Physiotherapie brachte irgendwie nur kurzfristig Linderung, aber nicht auf Dauer.

Der Bandscheibenvorfall:

Am 22.12.2010 morgens im Bett reckte und streckte mich und gähnte zu gleich. Es knackt und ein reissender Schmerz trat plötzlich und mit voller Intensität in der rechten Schulter auf. Novalgin als Schmerzmittel brachte keine Linderung, Phystiotherapie auch nicht. Am 23.12.2010 kamen unsere Gäste für die Weihnachtsferien. Ich verbrachte die meiste Zeit flach liegend im Bett und wollte unbedingt Weihnachten irgendwie überstehen. Die Schmerzen ließen sich mit Schmerzmittel aber leider nicht mindern. Ich hatte das Gefühl, ich schluckte schlechtschmeckende Placebos. Am 27.12.2010 ging ich zum Arzt, er gab mir eine krampflösende Spritze und Tramadol, er empfahl mir mich ins Krankenhaus zu begeben. Ich wollte aber erstmal nicht. Am 28.12.2010 rief ich beim Arzt an und ließ mich dann doch ins Krankenhaus überweisen. In der Notaufnahme bekam ich als Schmerzmittel Dafalgan, aber ich hatte nicht das Gefühl einer Wirkung. Man verabreichte mir dann intravenös Morphium und endlich ließ sich der Schmerz auf ein erträgliches Maß abschwächen. Ich wurde stationär aufgenommen und erhielt tagsüber ca. alle vier Stunden als Schmerzmittel Novalgin, Tramal und Dafalgan für die Nacht gabs in der ersten Nacht bis zu vier Mal Morphium. Endlich war etwas Schlaf möglich.
Am nächsten Tag wurden Röntgenbilder gemacht, ein Orthopäde untersuchte mich und es wurde eine Kernspintomographie (auch MRT oder MRI genannt) gemacht.

Hier das Bild aus "der Röhre"

 

 

 

Am Freitag dem 31.12.2010 bekam ich dann Besuch von dem Neurochirurgen, der mich später dann auch operierte. Er ließ mir nicht viel Zeit mich für oder gegen die OP zu entscheiden, eine Alternative gab es ohnehin nicht mehr. Entweder OP und irgendwann keine Schmerzen und vor allem Bewegungsfreiheit oder halt Schmerzen und Rollstuhl bzw. Pflegefall, denn der Vorfall hatte das Rückenmark schon sehr stark eingequetscht, wie man auf dem Bild gut erkennen kann.
Ich unterschrieb also und wurde zwei Tage später in das Herz- und Neuro-Zentrum Kreuzlingen verlegt und tags da drauf dann operiert. Ich hatte eine Scheißangst, denn so eine OP kann ja auch schief gehen und ich hätt immer noch zum Pflegefall werden können.
Der Eingriff zählt heutzutage zwar zu den Routineeingriffen, aber am Häufigsten wird er im Lendenwirbelbereich gemacht und wenn es doch an der Halswirbelsäule ist, meistens zwischen dem 6. und 7. Halswirbel. Aber ich muß ja unbedingt ne Extrawurst haben…

Und hier dann der Befund und der OP-Bericht:

 

 

 

 

 

Am 07.01.2011 durfte ich wieder nach Hause, also genau vier Tage nach der Operation. Ich hab einen riesen Zettel mit physiotherapeutischen Übungen mit bekommen und muß auch weiterhin noch Schmerzmittel (dreimal täglich Voltaren) einnehmen, ohne geht es leider noch nicht.

Eingebaut wurde ein sogenannter Cage. Also eine Art künstliche Bandscheibe, die mittels einer Metallplatte und Schrauben an ihrem Platz gehalten wird. Es ist so gesehen eine Versteifung zwischen den Wirbeln 5 und 6.

 

 

 

Mittlerweile sind 10 Monate vergangen. Die Schmerzmittel konnte ich damals schon nach wenigen Tage wieder absetzen. Ich hab hin und wieder noch ein seltsames Gefühl in der Kehle, als würde man ein zu großes Bonbon herunterschlucken und es rutscht nur sehr langsam mit einem leichten Schmerz. Dann und wann habe ich auch noch das Gefühl, daß mir das rechte Bein und der rechte Arm nicht gehören. Nunja, die geplatzte Bandscheibe hatte ja schließlich auch dafür gesorgt, daß ich schon Lähmungserscheinungen im rechten Bein und Arm hatte.

 

Nachtrag: Hier gehts zum Jahrestag und hier habe ich noch das physiotherapeutische Infoblatt für nach der OP hinterlegt.

 

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