Campervan – nix für uns

Terrazeit: 17.07.2026

Nachdem ich hier schon von unserer Reise berichtet habe, schreibe ich nun auch noch auf, warum ein Campervan als auch ein Wohnmobil doch nicht die Campingunterkunft unserer Wahl werden wird.
Gezeltet, das soll nicht unerwähnt bleiben, habe ich als Kind mit den Eltern und Großeltern und später bei den Pfadfindern und JRK.
Als ich meinen Mann kennenlernte, stellte sich heraus, dass er ebenfalls Pfadfinder war und daher auch das Zelten kannte. Zusammen lebten wir eine Weile das Hobby LARP aus, ebenfalls mit Zelt. Anfänglich mit einer Pfadfinder-Kohte und später sogar mit einer Pfadfinder-Jurte. Das sind Schwarzzelte, üblich bei den Pfadfindern in Deutschland.
Später machten wir Fernreisen mit dem Flugzeug und Roadtrips mit Hotel-Hopping, aber dieses Jahr wollten wir wissen ob allgemeines Camping etwas für uns ist. Wir entschieden uns dazu, einen Campervan zu mieten, auch weil unser Auto keine Anhängerkupplung hat.
Seit sechs Jahren fahren wir nun elektrisch und dann war da plötzlich dieser Diesel. Es fühlte sich an wie eine Reise in die Vergangenheit. Das Fahrzeug war sehr rudimentär in der Handhabung. Das modernste an dem Fahrzeug (das nicht mal ein Jahr alt war) war das Automatikgetriebe und immerhin Klimaanlage im Fahrbetrieb und damit sind wir schon beim Thema. Steht der Campervan, heizt er sich unerträglich auf. Am zweiten Abend auf der Reise so gegen 18:00 hatte er immer noch 42°C im Fahrzeug und er wurde nicht kühler als 30°C.
Das Platzangebot mag für zwei Leute ausreichen, wenn sonst keine weiteren Lebewesen mitreisen. Wir hatten aber unsere Hunde dabei und deren Box beanspruchte fast die gesamte Bank am Tisch. Die sanitäre Einrichtung bestand aus einer Toilette mit Tank, einem winzigen Waschbecken, welches fürs Zähneputzen völlig ungeeignet war und einer Schwenkdusche, letzteres haben wir nie genutzt. Abgetrennt wurde diese sanitäre Einrichtung mittels einer Lamellen-Schiebetüre, die vor allem durch Hakeln glänzte und sich gerne auch mal weigerte sich schließen oder öffnen zu lassen.
Wir hatten die lange Version gemietet, damit wir Längsbetten hatten, beim Probeliegen stellten wir fest, dass Querbetten für meinen Mann zu kurz sind.
Und trotz dass wir so gesehen das größere Fahrzeug hatten, waren wir doch recht rasch genervt von diesem sehr beengten Raum. Es ist nett, dass man immer seine Toilette dabei hat, aber trotz aller Mobilität ist man am Urlaubsort dann doch sehr immobil. Wir hatten zwar unsere Velos dabei, doch wenn das Wetter nicht mit macht, ist man auf diesem sehr beengten Raum wie gefangen. Auch das ständige Hin- und Herräumen ist kein Vergnügen.
Da das Wetter recht stürmisch war, mussten wir uns auf die Schnelle ein kleines Aufenthaltszelt mit Airbeams dazu kaufen, um überhaupt Platz zu haben. Die angebaute Markise war jedenfalls fast nie in Gebrauch, es war immer zu windig.

Unser Fazit: Wenn Camping, dann mit Wohnwagen und zwar mit Klimaanlage. Den kann man schön abstellen, mit einem Vorzelt erweitern und man hat sein Auto dabei, wenn die Ausflüge am Urlaubsort etwas größer sein sollen oder das Wetter fürs Velofahren ungeeignet ist.

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.