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„Diesen Winter gibt es keinen Schnee…

Terrazeit: 15.01.2021

…, vermutlich kommt hier in der Gegend nie wieder Schnee.“ War die Aussage des Bauern  den wir bei unseren Gassirunden immer mal wieder begegnen und mit dem wir dann immer gern ein paar Worte wechseln, noch vor ein paar Wochen. Schnee ist hier wirklich eher selten, da wir unter dem Einfluss der Wetterküche des Bodensees stehen.
Nunja, vorgestern war es hier auch noch grün, wie man an dieser kleinen Kollage sehen kann. Aber dann fing es an zu schneien und das Ergebnis ist hier zu sehen.
Wir haben zur Zeit Temperaturen rund um 0°C nur ganz leicht schwankend und wenn ich aus dem Fenster schaue, ist die Sonne leider auch schon wieder weg.

Das ist ein Gestern-Heute-Bild. Am 13.01.2021 war es noch grün und grau und am 14.01.2021 war es dann schon weiß. Beide Bilder wurden um ca. 16:00 Uhr aufgenommen.

Die folgenden beiden Bilder sind vom 14.01.2021 und wurden ca. 18:30 aufgenommen


Die nachfolgenden Bilder sind alle vom 15.01.2021
Aussicht vom Balkon

Dorfrand, unsere Straße








Bei dieser Messung war der Schnee schon wieder um 3 Zentimeter eingesagt. Obenauf feiner Pulverschnee, der weiter unten dann durch das eigene Gewicht zusammengepresst wird.

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Elon Musk, Kinderblut, Lachgas, Lachflash

Terrazeit: 08.01.2021

Da sag noch einer, dass man nach 17-einhalb Ehejahren nicht mehr albern sein kann. ;)

Heute beim Gassigehen:

Ich: „Wusstest du schon, dass Elon jetzt reichste Mann der Welt ist?“
Er: „Nein, wusste ich noch nicht.“
Ich: „Er löst jetzt Jeff Bezon als finstere Kinderblutgestalt hinter Bill Gates ab. Die füllen jetzt Kinderblut in die Tesla-Akkus… Erinnert mich an diesen Film mit dem Vampirauto. Gewann jedes Rennen, aber immer am Ziel angekommen war der Fahrer tot. Oder so. Hmm.. wieso war da eigentlich Motorgeräusch zu hören?“
Er: „Vielleicht war das Blut nur der Booster?“
Ich: „Du meinst wie Lachgas?“
Er: „Ja genau.“
Ich: „Ich warte noch darauf, dass irgendjemand fragt, wie man eine Lachgaseinspritzung in den Tesla einbauen kann.“
Er: „Könnte man ja nach innen leiten.“
Ich: „In die Fahrgastzelle? Wäre auf jeden Fall lustig.“

:totlach

 

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Anstecken? Ich arbeite an einer Tankstelle…

Terrazeit: 09.12.2020

Ich wurde vor nicht allzu langer Zeit mal gefragt, wie ich mir den Virus einfangen konnte.
Hier mal mein Erlebnis von nicht Mal 20 Minuten in der Öffentlichkeit in einer kleineren Stadt in der Schweiz.
Bei einem Elektrofachhändler steht eine Frau ohne Maske an einem Fotoautomaten. Ich bin irritiert, denn in der Schweiz gilt in allen Kantonen und Geschäften Maskenpflicht. Also spreche ich einen der Mitarbeiter an, der schaut kurz rüber und meinte dann lapidar: „Wissen wir, wir haben die Dame auch schon darauf angesprochen.“
Naja, bin dann rasch und ohne etwas zu kaufen wieder aus dem Laden gegangen und frage mich, wenn es Pflicht heißt und nicht Empfehlung, warum nutzt man nicht sein Hausrecht und bitte die Dame, den Laden zu verlassen?
Abgesehen davon begegnen einem zu Hauf Leute, die mit der Maske nur den Mund aber nicht die Nase bedecken.
Kurz danach, ich hab anderswo das Gewünschte gefunden und kaufen können, stehe ich vor den Fahrstühlen, um damit zur Tiefgarage der kleinen Mall zu gelangen.
Einer hält, stehen aber schon drei Leute drin und auf allen Fahrstühlen steht, dass nur zwei Personen zugleich den Fahrstuhl nutzen dürfen, als winke ich ab und ernte Augenrollen.
Der nächste Fahrstuhl ist leer, ich steige ein und  fahre nach unten. Erster Halt ein älteres Ehepaar (geschätzt über 70) fragt höflich, wieviel Leute mitfahren dürfen. „Leider nur zwei…“ Sie bleiben draußen stehen, haben es nicht so eilig.
Nächster Halt, eine Frau mit Tochter (ca. 12 Jahre steigt ein).
Ich: „Dürfen eigentlich nur zwei Leute in den Fahrstuhl, steht ja dran.“
Sie: „Ich arbeite an einer Tankstelle.“ Ich denke bei mir, was für ein Glück, dass ich keine Tankstellen mehr benötige.
Ich: „Ich hatte den Virus schon.“ hoffe insgeheim auf Abschreckung, weil sie auch dicht bei mir stand, dabei ist der Fahrstuhl groß genug für einen ordentlichen Abstand.
Sie: „Ich trage ja eine Maske.“
Ich: „Ihre Tochter aber nicht.“
Sie, dann schon sehr zickig: „Na dann bleiben Sie doch zu Hause.“
Waren schon beim Verlassen des Fahrstuhls, ich: „Halten Sie sich an die Regeln.“ Und denke bei mir, jetzt hat ihre Tochter direkt von Mama gelernt, dass man sich gar nicht an Regeln halten muss, hoffe insgeheim, dass sie das neu Gelernte zu Hause direkt umsetzen wird, die nächsten paar Teenager-Jahre…

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Ladeport Notentriegelung – Tesla Model 3 (Bjh. 2020)

Terrazeit: 08.12.2020

Uns ist es bisher zum Glück nur einmal passiert, aber es zeigt dass es passieren kann. Die Ladesäule und das Auto bleiben untrennbar miteinander verbunden, weil der Ladeport am Auto nicht entriegelt. In unserem Fall ist es ein Tesla Model 3 Baujahr 2020, aber auch andere Elektroautos haben Notentriegelungsmechanismen, da sollte man sich spätestens beim Kauf des Fahrzeugs darüber informieren.
Wenn also weder KeyFob noch Tablet und App oder auch das Herabsetzen des Ladelimits  nicht funktionieren, hilft nur noch eines, Kofferraum auf und am Ring ziehen.
Wenn die Ladesäule das mitgebrachte Kabel nicht freigeben will, hilft nur die Hotline des Ladesäulenbetreibers anrufen und a) hoffen dass da überhaupt jemand dran geht und b) hoffen, dass er aus der Ferne die Ladesäule dazu bewegen kann, das Kabel freizugeben.
Da muss noch nachgearbeitet werden.
Elektromobilität bedeutet halt auch immer ein bisschen Abenteuer.

Mein Referral-Link: https://ts.la/ezri29199


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Wenn die Nase erblindet- Covid 19

Terrazeit: 24.11.2020 noch 27 Tage bis zur Wintersonnenwende und einige Zeit nach dem Ereignis.

Ungefähr vier Tage bevor die Nase blind wurde, hatte ich tagsüber leichtes Fieber. Nur ein zwei Mal ganz kurz, um die 37°C. Es fühlte sich eher wie eine der berüchtigten Hitzewallungen an, die man während der Wechseljahre durchlebt. Die kommenden vier Tage hatte ich kein Fieber mehr, nur hin und wieder das Gefühl, dass der Blutdruck etwas zu niedrig ist. Nichts was einem beunruhigen könnte.
Dann kam Tag Fünf. Mittagessen schmeckte wunderbar und nachmittags dann roch ich plötzlich nichts mehr. Gar nichts. Weder intensiven Kaffeeduft, noch starkes Minzöl. Völlig egal wie dicht ich mit der Nase ran ging.  Das hatte auch Einfluss auf den Geschmack. Ich schmeckte nur noch salzig, süß, bitter und sauer, sonst nix. Die Nasenschleimhäute brannten und dann war der Geruchsinn einfach weg.
Erst war ich erschrocken, dann neugierig und experimentierfreudig.
Augen zu, Mund auf. Senf schmeckt vor allem sauer, ich habe letztendlich Senf auch nur an seiner Textur erkannt, denn fühlen kann man mit der Zunge ja immer noch. Kaffee ist einfach nur bitter, Schokolade süß und bitter, aber ohne Schokoladengeschmack. Apfel, je nach Sorte und Reifegrad sauer oder weniger sauer aber kein Apfelgeschmack. Brot hat einen Hauch von Salz, mehr aber auch nicht und ansonsten ist es einfach nur irgend etwas geschmackloses im Mund.
Ich war bisher in meinem Leben selbst bei stärksten Erkältungserkrankungen nie ohne Geruchssinn. Ich habe eine sehr feine Nase, was nicht immer zum Vorteil ist.
Nach der Neugierde und dem Herumexperimentieren kommt die Angst. Man hat Angst davor auf einer Intensivstation zu landen, künstlich beatmet zu werden und sollte man überleben, die langwierige Heilungsphase. Emotionale Achterbahn mit mehr Talfahrten als Bergauffahrten. Ein Damoklesschwert, welches sich nicht immer ausblenden lässt.
Man hört auch viel mehr in sich rein, als in normalen Zeiten. Man wertet einfach alles als Symptom, was man in normalen Zeiten gar nicht wahrnehmen würde.
Ich bin mir auch immer noch nicht sicher, ob das kalte Gefühl, was ich während dieser Zeit im hinteren Rachenbereich fühlte real und ein Symptom war.
Ich wurde auch recht appetitlos, Appetit wird anscheinend nicht unerheblich auch durch den Geruchssinn gesteuert.
Ca. vier  Tage nach Geruchsverlust, es war ein nebliger kalter Abend, ich machte die übliche Gassirunde mit den Hunden, nahm ich durch den geöffneten Mund Rauchgeruch war. Das erste Lichtlein und das kam nicht durch die Nase, es kam durch den Mund. Irgendwer in der Nachbarschaft hatte seinen Kamin entzündet. In dem Moment wollte ich mich freuen, aber ich traute da mich noch nicht.
Ein Tag später abends, ich hatte mir während dieser Zeit angewöhnt jeden Tag mehrmals am Minzöl zu schnuppern, roch ich das erste Mal sehr zart die Minze des Öls. Ich musste mit der Nase sehr dicht an die Flaschenöffnung herangehen, aber das war dann doch sehr Eindeutig. Die Riechzellen der Nase nahmen, erst zaghaft zwar, aber zunehmend ihre Arbeit auf. Bis zur vollständigen Wiederherstellung des Geruchssinns und ich mir sicher war, dass es so ist, sind seit dem Brandgeruch drei Tage vergangen.
Insgesamt dauerte die Infektion, wenn ich den Tag mit leicht erhöhter Temperatur als Tag eins nehme, 13 Tage.

Während dieser 13 Tage und auch Tage danach noch, bin ich nicht einkaufen gegangen.
Ich habe ausreichend Vorräte im Keller und hätten die nicht gelangt, hätte ich im Internet bestellt und mir über den Postwege was kommen lassen.
Gassigehen ist allerdings kein Problem gewesen, ich lebe am Rande eines kleinen Dorfes und kann gut rausgehen ohne auf Menschen zu treffen. Das ist für mich auch wichtig, als Diabetiker muss man sich regelmäßig bewegen.
Wie, wann und wo ich mich angesteckt haben könnte? Keine Ahnung, ich habe immer artig meine Maske auf, beim Einkaufen, aber andere Leute leider nicht immer.  Aber ich könnte nicht sagen, in welchem Supermarkt ich mich angesteckt haben könnte.
Das tückische ist ja auch die Inkubationstzeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum ersten Symptom. In dieser Zeit ist man selber hochansteckend, weiß es aber nicht.
Es ist einfach schwierig und ich kann nur appellieren, bitte haltet euch an die Regeln und wenn es soweit ist, lasst Euch impfen.
Ich habe einfach nur Glück gehabt, dass es so glimpflich ausgegangen ist, andere haben nicht so viel Glück.

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