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13 Tage nach meiner Hallux Valgus OP

Hier ein kleines Update, sind ja nun schon 13 Tage vergangen. Die Bilder wurden nach 12 Tagen nach der OP gemacht, also nicht wundern.

Vorab ist es mir ein dringendes Bedürfnis noch zu erwähnen, dass die Pflegekräfte der Schulthess Klinik sich allesamt prima um mich gekümmert haben und es mir an nichts mangeln ließen. Herzlichen Dank dafür.

Bisheriger Heilungsverlauf:

Obwohl ich Diabetikerin bin, habe ich keine Wundheilungsstörung, darüber bin ich doch sehr froh.
Die ersten paar Tage waren doch recht nervig, die Baroukschuhe möchte man nicht länger als nötig am Fuß haben.
Schmerzmittel hab ich nach wenigen Tagen reduziert und ab dem 10. Tag komplett abgesetzt.
Der große Zeh sendet manchmal eigenartiges Missempfinden, manchmal wie Weidezaun, manchmal kühl, manchmal als ob man vorne unter dem Zehnagel reinigt usw.
Nähte fangen an zu jucken, na bitte. Geht doch!
Laufen mit den Baroukschuhen geht im Haus und Garten immer besser, aber ich mach das nur wenn absolut nötig, sie nerven immer noch, vor allem auf den Nähten. Ansonsten bleib ich auf dem Sofa und kuschel mit den Hunden.
Gehhilfen brauche ich gar nicht mehr, auch nicht für die Treppe.
Gestern habe ich das erste Mal ohne Hilfe geduscht. Mein Mann, der mich super fürsorglich pflegt und verwöhnt, hatte mir dazu einen Gartenstuhl in die Dusche gestellt. Wer kann schon während eines kompletten Duschvorgangs auf einem Bein stehen? Aus der Dusche wieder herauszukommen war am schwierigsten, denn leider ist unsere Dusche nicht barrierefrei.

So jetzt die Vergleichsbilder, der Laie wird darauf ggf. nicht viel erkennen, aber der Profi ganz bestimmt.
Der Fuß ist deutlich abgeschwollen, die Farben haben sich verändert und angeblich sollen sich die Fäden in den nächsten Tagen aufgelöst haben. Wenn ich mir so den kleinen Zeh anschaue, bezweifel ich das allerdings.


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Meine Hallux Valgus OP

Vor ca. 10 Jahren hatte ich schon beobachtet, dass sich der linke Vorderfuß verformt, der rechte nicht. Der Zeh zeigte immer mehr zur linken Außenkante, während sich der Mittelfußknochen nach rechts auswölbte. Das war anfänglich zwar noch nicht sehr deutlich zu sehen, hatte sich im Laufe der Jahre aber immer mehr ausgeprägt. Hinzu kamen dann auch Schmerzen im Mittelfußbereich beim Abrollen. Wirklich blöd, da ich gern und viel mit den Hunden unterwegs bin und mich als Diabetiker ohnehin viel bewegen sollte. Eine Weile bzw. auch Jahre nimmt man das so hin, aber irgendwann überwiegt der Leidensdruck und man beschäftigt sich mit Maßnahmen die helfen könnten. Es wird ja viel auf dem Markt angeboten, aber Schienen und Co scheinen am Ende doch nicht wirklich hilfreich zu sein. Ich hatte mich daher für eine entsprechende Operation entschieden. Glücklicherweise bin ich dank meines Mannes (der beste Krankenpfleger aller Zeiten) sehr gut krankenversichert und konnte mir daher eine Klinik aussuchen. Ich entschied mich für die Schulthess-Klinik in Zürich. Für die Voruntersuchung bekam ich recht rasch einen Termin. Erst wurde ein Röntgenbild gemacht, dann fand die Sprechstunde statt. Reflexartig habe ich gesagt, dass ich eher selten hochhackige Schuhe tragen würde und bekam prompt als Antwort: „Das ist in der Regel genetisch, machen Sie sich keine Sorgen.“ Klingt plausibel, denn der rechte Fuß ist ja in Ordnung und ich trage tatsächlich sehr selten Schuhe mit Absatz.
Nach der Untersuchung dauerte es dann aber noch einige Monate bis zur Operation. Diese fand dann am 06.06.2019 statt, operierender Arzt war Dr. Rutishauser.
Normalerweise wird eine Lokalanästhesie gemacht, aber leider traf der Arzt beim Setzen der Betäubungsspritze direkt einen Nerv und danach konnte er mir gar nicht mehr in den Fuß spritzen. Ich wurde daher schlafen gelegt und ehrlich gesagt wäre mir das eh lieber gewesen. Da es keine Vollnarkose war, hatte ich mir direkt vor dem Einschlafen noch Iced Earth auf die Ohren gepackt und alles war gut. So richtig wach bin ich erst im Zimmer geworden. Schmerzmittel wirkten und Fuß war nett hochgelagert. Fernbedienung für den Fernseher war griffbereit und ich bekam dann auch schon recht rasch einen kleinen Snack serviert. Sehr hübsch angerichtet hebt auch gleich die Laune.

Der erste Blick nach der OP auf den Fuß, dick eingewickelt.

Jacobsmuscheln mit Safranrisotto zum Abendessen, lecker.

Zum Frühstück konnte man sich alles mögliche bestellen, auch Eier in allen Variationen, aber ich wollte nur ein Gipfel mit Marmelade (für Diabetiker geeignet) und eine Latte Macchiato. Lecker und langt.

Die erste Nacht, ist wirklich die schlimmste Nacht, versprochen. Vor allem die unbewussten Bewegungen im Schlaf lösen böse Schmerzen aus, wird dann aber wirklich besser. Das Mittagessen hat einiges wieder wett gemacht, es gab Maischolle auf Couscous. Natürlich war auch der Kuchen für Diabetiker geeignet.

Beim Verbandswechsel einen Blick auf die Naht erhascht. Die Naht blutet noch einige Tage nach, das ist normal und kein Grund zur Sorge. Die Fäden müssen nicht gezogen werden, sie lösen sich irgendwann auf. Cool.

Im Zug der Hallux Valgus-Bildung hatte sich der kleine Zeh in einen Hammerzeh verwandelt und war ebenfalls schmerzhaft, er wurde gleich mit gesägt.. äh… operiert.

Wieder hübsch eingepackt und mit Crashed-Ice im Beutel versorgt. Ich hasse heiße Füße.

Lecker Abendessen, Tatar mit angetoastetem Vollkornbrot. Letzte Nacht, fast schon schade, bei dem leckeren Essen.

Jadzia unterstützt mich mit vielen Kuscheleinheiten beim Heilen. Dax macht das auch, aber lieber unter der Decke.

Damit ich nicht total immobil bin, habe ich diesen modisch eleganten Baroukschuh bekommen. Man geht damit, wenn man es genau nehmen will, nur auf der Ferse, muss aber dabei selber den Vorderfuß nicht hochhalten. Ein Tag nach der OP habe ich diese Schuhe erhalten und wurde auch gleich dazu aufgefordert, diese zu nutzen. Eine Physiotherapeutin hat mir zwar dabei geholfen, aber ich bin besser damit klargekommen, als ich Gehhilfen benutzt habe. Am ersten Tag zwei Gehhilfen, ein paar Tage später eine Gehhilfe und jetzt keine Gehhilfe. Richtig lange kann man damit allerdings nicht gehen und Auto kann man damit auch nicht fahren, aber für zu Hause ists okay.

Damit ich nicht einen zu großen Höhenunterschied habe, habe ich einen zweiten Schuh mit dicker Sohle dazu bekommen. Also bin ich aktuell einige Zentimeter größer und ich kann mein Gesicht beim Zähneputzen im Badezimmerspiegel sehen, ohne mich auf Zehenspitzen stellen zu müssen :D

Absolut wichtig, den Fuß die erste Zeit so viel wie irgend geht hochlagern, da der Bluterguss noch recht heftig auf die OP-Wunde drückt. Außerdem sagt der Fuß ohnehin Bescheid, wenn es ihm zu viel wird. Also je länger hochgelagert, desto schneller geheilt!
Schmerzmittel nehme ich seit heute (10 Tage nach der OP) nicht mehr, nur noch ca. 20 – 30 Tage, dann sollte ich wieder normale Schuhe tragen dürfen.
Mittlerweile habe ich auf den Nähten Pflaster, natürlich hautfreundliche, damit ggf. keine Fäden am Pflaster hängen bleiben. Pflaster sollte man, laut Arzt, erst verwenden, wenn die Nähte nicht mehr bluten.
Apropos Fäden, meine müssen nicht gezogen werden, sie sind selbstauflösend. Juhuu…

Wenn ich wieder mit normalen Schuhen unterwegs sein kann, werde ich berichten und auch fotografieren, wie die Narben dann aussehen.

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Blutzuckermessgerät Contour NEXT ONE

Hallo liebe Leute,

heute habe ich das Blutzuckermessgerät Contour NEXT ONE von Ascensia (ehemals Bayer) erhalten.
In der Schachtel enthalten waren das Messgerät, eine Stechhilfe, Nadeln für die Stechhilfe, Teststreifen, ein Etui und die Bedienungsanleitung.
Die Bedienungsanleitung ist leichtverständlich geschrieben und bebildert.
Die Stechhilfe in Kugelschreiberform ist für Grobmotoriker, ältere Menschen und Leute die unterzuckert sind nicht so geeignet, weil man beim Aufsetzen des Stechkopfes leicht gegen die Nadel kommt und diese dabei stumpf wird, der Einstich tut dann mehr als nötig weh.
Das Messgerät kann einfach so, wie gewohnt in Betrieb genommen werden. Man kann es aber auch mit einer dazugehörigen App via Bluetooth mit seinem Smartphone verbinden.
Die App kann mit oder ohne Account genutzt werden. Sie erfasst alle Daten, die man damit erfassen möchte. Ob einfach nur den Blutzuckermesswert oder auch alle Getränke und Speisen, ganz wie man möchte. Man kann seine Soll-Werte selber definieren oder die Werte übernehmen die schon vorgegeben sind. Der App kann man auch eine Notrufnummer hinzufügen, ich frage mich nur, wenn man so unterzuckert ist, dass man einen Notarzt braucht, ob man dann noch in der Lage ist zu messen.
Generell find ich den Gebrauch in der Verbinung mit dem Smartphone besser, als beim Vorgängermodell, welches man via USB an den Computer anschließen musste, um die Daten zur Eigenkontrolle auswerten zu können.
Was mir gar nicht gefällt, das Messgerät ist nicht linkshändertauglich. Ein Umstand, den ich schon beim Vorgängermodell bemängelt habe. Es kann doch heutzutage nicht so schwierig sein, die Ansicht des Displays für Linkshänder anzupassen. Sei es mittels eines Positions-Sensors, wie er in Smartphones verbaut ist oder via Software, die beim Einrichten abfragt, ob man Links- oder Rechtshänder ist.
Ich steche und messe mit der linken Hand und muss dann das Messgerät umständlich umdrehen, damit ich das für mich auf dem Kopf stehende Messergebnis ablesen kann.
Wikipedia sagt zum Anteil der Linkshänder: „Schätzungen über die theoretische Häufigkeit der Linkshänder, wenn es weder bewusste noch unbewusste Umerziehung gäbe, gehen bis zur Hälfte der Bevölkerung.“
Also liebe Entwickler, ich hoffe diese Information gelangt zu Euch und ich hoffe, dass ihr da endlich mal drauf eingeht.

Inhalt der Verpackung

Ansicht der App (Screenshot von meinem Smartphone)

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Gib das schöne Händchen

„Gib das schöne Händchen“ hieß es immer, wenn ich statt der rechten die linke Hand zur Begrüßung reichen wollte. Und ich fragte mich immer „Ist das andere Händchen nicht genauso schön?“ und manchmal sagte ich auch trotzig: „Die andere Hand ist auch schön.“
So fing es an, das Umtrainieren auf die falsche, die rechte Hand. Ich bin linkshändig geboren und Anfang der 70er Jahre wurde ich eingeschult. Zu einer Zeit, wo es an vielen, zum Glück nicht mehr an allen, Schulen üblich war, linkshändige Kinder auf die Benutzung der rechten Hand zu trainieren.
Ich erinnere mich gut, wie oft mir die Bleistiftspitze brach, die völlig verkrampfte Hand schmerzte und wieviel Füllerfedern ich verbog. Meist saß ich nach Schulschluss noch allein im Klassenzimmer, um die Hausaufgabenliste abzumalen, von Schreiben konnte ja kaum die Rede sein. Manchmal kam mein Vater mich dann abholen, weil ich schon eine oder anderthalb Stunden überfällig war. Lehrkräften schien es egal zu sein, ob ich da noch lange saß, die waren ja einfach nach Hause gegangen, zum Mittagessen.
Handarbeit war für mich auch so ein Qual-Schulfach, so gelang es mir doch nie lockere Häkelmaschen zu häkeln und die Wolle beim Stricken zog sich so fest um die Nadel zu, dass man sie aufschneide musste, weil man die Nadel nicht mehr herausziehen konnte.
Meine Mutter versuchte mir in endloser Geduld beim Kartenspielen den Kartenfächer auf die linke Hand zu geben, es hat nie funktioniert. Die Karten verrutschten oder fielen mir einfach aus der Hand.
Irgendwann nahm ich die Karten dann in die rechte Hand und das funktionierte gut und niemand versuchte das zu korrigieren.
Schleife zu binden war für mich einfach, meine Oma saß mir beim Üben gegenüber und so spiegelbildlich passte das wieder zu meiner Linkshändigkeit.
Trotz zusätzlichen Schönschriftunterricht (wir mussten Sütterlin lernen), Schönschrift wurde in meiner Grundschule benotet, wurde meine Handschrift und die damit verbundene Note nicht besser. Auch heute noch zeigen meine Buchstaben innerhalb eines Wortes mal in die eine mal in die andere Richtung und das kleine Durckbuchstaben e schreibe ich grundsätzlich vom unteren Ende nach oben, also entgegen des eigentlichen Schreibflusses. Aber zum Glück gibt es ja Tastaturen und die Mouse, sofern nicht ergonomisch, kann man auf Linkshändigkeit umstellen.
Den Umgang mit Essbesteck hab ich auf Rechtshändigkeit gelernt, nunja, klappt recht gut und außer in einem Pirvathaushalt bekommt man wohl eher selten ein Messer für Linkshänder gereicht. Mit welcher Hand ich die Tür aufschließe, die Klinke betätige ist egal, geht mit beiden Händen gleich gut. Drehverschlüsse, ob Flasche oder Gurkenglas, die kann ich nur mit Links öffnen, mit Rechts fühlt es sich einfach falsch an.
An dieser Stelle, liebe Rechtshänder, macht doch einfach mal was mit Links, damit ihr eine Empathie für uns Linkshänder entwickelt, das wäre nett. :)
Ich habe Links- und Rechtshänderscheren im Haushalt, ich kann beide benutzen, mein Mann nur die Rechtshänderscheren. Man könnte jetzt meinen, dass das Drehen von Links auf Rechts in der Grundschulzeit doch eine positive Wirkung hat, immerhin kann ich mit beiden Händen einen Schraubendreher benutzen, Türen aufschließen etc., aber leider ist meine Feinmotorik sehr schlecht. Fliligrane Arbeiten wie z.B. Modellbau, das funktioniert bei mir einfach nicht. Egal wie sehr ich mich bemühe, ich kann keinen geraden Strich zeichnen und wenn ich mit der Hand schreiben soll, verkrampft sich meine rechte (falsche) Hand so sehr, dass sich auch gleich die Schulter mitverkrampft und das tut dann einfach weh.
Puh, der Text ist etwas länger geworden, daher hier ein paar Bilder, die verdeutlichen, dass Linkshänder in der Rechtshänderwelt doch das eine oder andere Problem haben, was Rechtshändern überhaupt nicht bewusst ist.

Die Küchenrolle, fürLinkshänder auf den Ständer gesetzt, damit man mit der linken Hand das Papier abrollen kann. Die Blümchen sind oben, der Designer hat sie sicherlich für den unteren Rand gedacht.
Ein kleiner Dauerkonflikt in unserem Haushalt, weil mein Mann Rechtshänder ist. Mir zu Liebe will er immer die Rolle für mich richtigherum auf den Ständer stecken, aber manchmal macht er es dann doch falsch herum.

Die gleiche Küchenrolle für Rechtshänder auf den Ständer gesetzt, der Rechtshänder zieht nach rechts das Papier weg, die Blümchen sind, wie der Designer es sich gedacht hat, am unteren Rand.

Glücklichereweise gibt es Sparschäler die von Links- und Rechtshänder verwendet werden können. :)



Ein Rechtshänderportemonnaie, wie ich es als Linkshänder benutzen würde.
Bei der Benutzung muss ich die Karten von unten einschieben, da ich das Portemonnaie in der rechte Hand halte und mit Links halt das Geld oder die Karten entnehme oder hineingebe.

Spielkarten sind nochmal ein Thema für sich. Während beim Skatblatt aus Deutschland die Symbole und Zahlen in allen vier Ecken zu sehen sind und damit linkshändertauglich, müssen wir bei anderen Spielkarten z.B. Pokerkarten oder auch UNO, die Karten immerwieder durchblättern, weil für uns die Symbole verdeckt sind.
Wir fächern mit der rechten Hand auf und geben und nehmen mit Links.

Hier ein paar bildliche Beispiele:
Pokern geht nicht

UNO geht auch nicht

Canasta bzw. Rommé geht…

Mir ist noch eingefallen, dass viele Dosenöffner nicht für Linkshänder geeignet sind, daher haben wir einfach einen elektrischen, der wird auf die Dose gesetzt und er dreht dann lustig eine Runde auf dem Deckel ;)

Nachtrag: 
Das Samsung Galaxy S8 ist für Linkshänder bestens geeignet, da der Fingersensor zum Entsperren auf der Rückseite rechts der Kamera ist und damit mit dem Zeigefinger der rechten Hand bestens zuerreichen ist. Smartphone hält man ja eh in der rechten Hand und bedient es mit Links, gelle :D

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