Geburtstagstrip nach Hamburg

Die Horrornachricht: Japp, ich bin schon wieder ein Jahr älter geworden.
Das Coole: Wir haben aus diesem Grunde eine Kurzreise nach Hamburg unternommen.
Das Eigenartige: Es gibt mehr Bilder vom Flieger innen wie außen, als von Hamburg in diesem Beitrag.
Das Schöne: Wiedersehen mit dem Sohn
Das Schöne 2: Wiedersehen mit der besten Freundin
Das Endgeile: Wir waren im Tina Turner Musical

Flughafen Zürich


Selbst für so eine kurzen Flug gibt es ein Leckerchen.


Noise Cancellation ist unbezahlbar, der eine Over Ear die andere In Ear.

Sinkflug hat begonnen, Hamburg ist nicht mehr weit weg.




Erste Reihe, war noch nie so nah am Geschehen.



Das Hotel hat Humor, weitere Bilder von unseren Hunden sind hier zu finden, Jadzia bleibt lieber auf dem Bett.

Speicherstadt bietet tolle Fotomotive

…und mit nem ollen Airbus gehts nach Hause.

Hamburg Airport Helmut Schmidt

…und immer Fisch. Liegt das an der Uhrzeit oder am Abflugsort?

War mega toll.

Langweiliger Film aus dem Fenster von kurz nach dem Start in Zürich

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„Sie sind eine Trill!“ – First Class

Ja ja, jeder kennt ihn, den alten Spruch: „Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erleben.“ Und was man alles erleben kann.
Nun sind seit dem letzten Urlaub ja doch schon so einige Wochen vergangen. Hunderte Bilder warten drauf, sortiert und bearbeitet zu werden, aber bis man sich dazu aufgerafft hat…
Immerhin raffe ich mich gerade dazu auf, wenigstens etwas über das Erlebnis „First Class“ zu erzählen. In dieser Klasse fliegt man ja auch nicht jeden Tag und wir werden es zukünftig wohl auch eher selten machen.
Alles fing mit dem Gedanken an, also vor allem mein Mann machte sich Gedanken darüber. First Class und bezahlbar scheinen zwei Begriffe zu sein, die sich einander ausschließen. Aber nach einigem Rumgeknobel fand er dann doch einen Weg, wie es gehen würde und es klappte. Man muss einfach nur eine völlig bekloppte Route fliegen, dann zahlt man ggf. nur ein Drittel dessen was ansonsten ein First Class Flug kostet.
So ein First Class Flug fängt nicht mit dem Einsteigen in den Flieger an, sondern schon vorher beim Check-In. Man darf an den Check-In-Schalter gehen, der nie eine Warteschlange hat und man bekommt Priority-Aufkleber ans Gepäck gepappt, damit diese besonders schnell am Zielflughafen aufs Band gepackt werden.
Man hat Priority-Zugang zur Sicherheit, dort stehen in der Regel auch eher wenige Leute an oder, wenn man ab Frankfurt fliegt, geht man direkt zum Terminal 1 in die First Class Lounge und dann wird man direkt beim Betreten der Lounge gecheckt und da ist dann überhaupt keine Schlange. Man betritt das Gebäude und schon beim Betreten trat uns eine freundliche junge Frau entgegen, die sich höflich vorstellte und uns zur Sicherheitskontrolle (nur wenige Schritte weiter) brachte. Das Handgepäck wurde auf das bekannte aber einzige Rollband gelegt und durch das Röntgengerät geführt. Der Sicherheitsangestellte drehte den Monitor so, dass wir zuschauen konnten und erklärte uns, was man so alles auf dem Röntgenbild sehen kann. Natürlich muss man auch durch den Metalldetektor gehen, aber erwartungsgemäß war bei uns nichts auffällig.
Die Reisepässe hatte die junge Dame schon vorher an sich genommen und man kann den Aufenthalt in der Lounge genießen.
Nachdem wir eine Sitzgruppe für uns gefunden hatten, wurde uns sogleich Getränke angeboten, ebenso wie die Möglichkeit zu duschen oder ein Wannenbad zu nehmen.
Wir entschieden uns für die Dusche. Herrlich. Das Duschbad (jeder bekam ein eigenes zugewiesen) war sehr groß. Ich bin nicht zuverlässig im Schätzen, aber ich würde sagen, dass es sicher 15m² groß war. Intelligent gestaltet, mit einer Sitzbank und Kleiderhaken, Bademantel und Schlappen. Natürlich auch einer Toilette und einem Waschbecken mit großem Spiegel und natürlich entsprechend hochwertige Pflegeprodukte.
In der Lounge befindet sich auch ein bedientes Restaurant mit Speisekarte, allerdings ohne Preise, denn auch das ist inbegriffen, ebenso wie alle Getränke, egal ob alkoholisch oder nichtalkoholisch.
Ja, so lässt es sich leben und reisen.

Irgendwann ist dann Boardingzeit und in Frankfurt erhält man dann seine Reisepässe samt Boardingkarte und wird mit einer schicken Limusine direkt zum Flieger gefahren.
In Zürich man zu Fuß zum Flieger.

Boarding erfolgt über einen eigenen Eingang (Finger) und man wird herzlich und warm von der Kabinencrew empfangen. Auf dem Weg Zürich – Los Angeles sind wir mit einer Boeing 777 (Swiss) geflogen, hatten die Sitzplätze K1 und K2. Die Sitze sind noch mal etwas breiter als in der Business Class. Der Sitzbereich erstreckt sich über mehr als drei Fenster und natürlich lassen sich die Sitze in jede nur erdenkliche Form bringen.
Für den Nachtflug wird der Sitz in ein richtiges Bett verwandelt. Das heißt, dass der Sitz wird nicht nur ganz flach gemacht wird, es wird außerdem auch eine Matratze drauf gelegt, mit einem Laken bezogen und man erhält eine richtige Bettdecke und Kopfkissen.
Schlafanzug und Hausschuhe sind natürlich auch dabei, das bekommt man auch auf einem Tagflug und natürlich darf man den Schlafanzug, der in guter Qualität daherkommt, behalten.
Die erste Klasse umfasst bei Swiss als auch bei Lufthansa acht Sitzplätze und es stehen zwei Flugbegleiter zur Verfügung und zeitweise auch noch der Kabinenchef/die Kabinenchefin.
Der Kabinenchef begrüßt die Fluggäste auf einer sehr persönlichen Ebene und man wird wärend der gesamten Reise auch immer mit Namen angesprochen.
Auf dem Flug von Los Angeles nach Frankfurt stellte sich bei mir die Begrüßung wie folgt dar: Der Kabinenchef begab sich in die Hocke um mit mir, da ich saß, auf Augenhöhe zu sein und dann stellte er sich vor: „Guten Tag, mein Name ist Herr XY und Sie Frau XY, sind eine Trill.“ Japp, er war ein Trekkie und wie ich im Nachhinein erfahren habe, sind auch viele Piloten begeisterte Star Trek Fans. Herrlich. :)
Kaum hatte man seinen Champagner geschlürft und der Flieger abgehoben, kam auch schon die erste kleine Köstlichkeit zu Essen. Sozusagen der Gruß aus der Küche, wie man es von guten Restaurant her kennt.
Das Essen in der ersten Klasse ist nicht nur für das Auge, sondern auch wirklich lecker und man kann meistens sogar noch Nachschlag haben. Abgesehen von den Hauptmahlzeiten, kann man auch noch Zwischenmahlzeiten bekommen, frisches Obst, Getränke nach Wahl und nach einem Nachtflug bekommt man sogar frisch zubereitetes Rührei mit knusprigen Speck zum Frühstück.
Auch nach Landung kann man als Fluggast der First Class in die Lounge gehen und sich dort nochmals verwöhnen lassen.

Hoffentlich war dieses Erlebnis kein einmaliges Erlebnis :)

Und natürlich haben wir mehr als nur ein Bild gemacht. Klick, hier ist die Galerie

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Schattenflieger

Wenn der Partner eine Dienstreise macht, dann macht er auch gern schöne Fotos von unterwegs.
Dieses Bild hier hat mir besonders gefallen und wer noch mehr schöne Bilder rund um die Flieger anschauen möchte, also auch wie das Essen in der Business Class aussieht im Vergleich zum Brötchen in der Eco, Luftbilder von New York City usw., der findet hier noch ein paar Bilder mehr. Guten Flug

Landeanflug auf Zürich, A 330-300, Swiss
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Nette Menschen

Nette Menschen, es gibt sie überall. Heute berichte ich über nette Begegnungen wärend meines Kurztrips nach Köln.

Gegenüber dem Messegelände steht das Hotel Dorint. Dieses Dorint hat vier Sterne. Besucht wird es vermutlich in erster Linie von Geschäftsleuten, zumindest waren die Gäste am letzten Wochenende überwiegend männliche Anzugträger. 

Da paß ich rein, wie eine Sonnenblume in einen Tannenwald. Der Empfang an der Rezeption war eher kühl und reserviert, okay ich hatts auch irgendwie nicht anders erwartet. Als ich dann allerdings am Abend dachte, och ich schau mal in der Hotelbar vorbei, da wurd alles anders. Die Barkeeperin war super lieb. Ich wollte eigentlich was essen, aber das eine Restaurant war geschlossen und das andere wirkte auf den ersten Blick etwas ungemütlich und war ohnehin gut gefüllt. Die Barkeeperin bot mir an, mir Essen in der Bar zu servieren, aber das fand ich nicht sehr appetitlich, denn in der Bar wurde geraucht. Die Bar war zwar, dank guter Entlüftung nicht verraucht, aber ich finds einfach nicht appetitlich, wenn ein Tisch weiter sich der blaue stinkende Qualm zur Decke erhebt. Daraufhin hatte mir die fleißige Barkeeperin einen Tisch im überfüllten Restaurant, welches eigentlich eher ein Bierpub ist, reserviert. Der Barchef des Bierpubs hatte mich dann direkt aus der Hotelbar abgeholt und dann wurds wirklich schön.

Ich bestellte mir Currywurst Pommes. In so einem Hotel wird die Currywurst natürlich in einer edlen Porzellan-Imbiss-Schale serviert. Die Pommes senkrecht in ein Gefäß gesteckt und die Mayo mit Zitrone verfeinert. „Cola mit Zitrone ohne Eis“ ist meine Standard-Getränkebestellung.“ Und bekam ich auch prompt serviert, statt Zitrone allerdings Limette, schmeckt aber auch fein. Eigentlich hatte ich einen Tisch für mich alleine erhalten, aber zwei Tische weiter saß ein Paar, deren Äußerlichkeiten mich darauf schließen ließen, daß sie die gleiche Veranstaltung besuchten. 

Ich hatte sie einfach frech angesprochen und Recht behalten. Sie besuchten nicht nur die gleiche Veranstaltung, sie kamen auch aus dem gleichen Land wie ich. Sollten sie das hier lesen, liebe Grüße nach Basel. :winke

Also war ich wenigstens am ersten Abend nicht so ganz allein und es entwickelte sich direkt eine lustige Unterhaltung. Der Barchef wirbelte unterdessen in tornadoartigem Tempo durchs Restaurant, daß einem beim Zusehen schwindelig wurde. Immer einen kessen Spruch auf den Lippen und ein verschmitztes Grinsen im Gesicht. Einfach sympathisch. Ich hatte dann noch eine zweite Cola und irgendwann war dann auch Zeit, ins Zimmer zu gehen. Auf der Rechnung stand nur die Currywurst und eine Cola. Ich bin ja ne ehrliche Haut und machte den Barchef auf den Fehler aufmerksam, aber sein Grinsen wurde nur einen tick neckischer und er winkte ab. „Geht aufs Haus.“ 

Am zweiten Abend, ich kam recht müde von der Veranstaltung, schaute ich kurz ins Restaurant rein und reservierte dann direkt selber. Ca. ein Vollbad und eine Stunde später fand ich mich im Restaurant ein und konnte mich direkt an den reservierten Tisch setzen. Ich hatte diesmal irisches Lammkarree bestellt, eine Cola, ein Wasser ohne Kohlensäure und als Nachtisch einen Cocktail. Die erste Cola brachte mir der Barchef, ohne daß ich sie bestellte. Er sah mich kommen und wirbelte blitzschnelle durch den Gastraum und zack, stand die Cola auf dem Tisch. Nach meiner Bestellung habe ich dann bekommen, ein Lammkarree, zwei Cola, ein Wasser ohne Kohlesäure und den Cocktail. Auf der Rechnung stand dann das Lammkarree, eine Cola und ein Wasser. Abermals machte ich drauf aufmerksam, daß die Rechnung nicht so ganz stimmt, ich bin, wie schon geschrieben, eine recht ehrliche Haut. Der Barchef, der mir nach so kurzer Zeit schon ein bißchen wie ein guter Freund vor kam, wies meine Reklamation recht ernergisch mit den Worten zurück: „Ich bin hier der Chef und habe das Hausrecht.“ Nagut, ich fügte mich dem Chef und bezahlte, was auf der Rechnung stand und legte noch etwas Trinkgeld drauf. 

Letzter Abend, ich bestellte Reibekuchen mit Räucherlachs. Die obligatorische Cola kam wieder, ohne daß ich sie bestellt hatte, diesmal war das Glas sogar geeist. Ja, lieber Barchef, ich habs tatsächlich bemerkt und mich drüber gefreut. Ich bestellte eine zweite Cola und ich bekam ungefragt noch ein Glas Wasser. Der Barchef, dessen Namen ich leider nicht weiß, liebt seine Arbeit, anders kann ich sein allabendlich vergnügtes Gesicht nicht erklären. Ich brauch es vermutlich nicht zu erwähnen, aber auch diese Rechnung war nicht so ganz vollständig. 

Der Abschied nach dem Essen und Trinken fiel mir schwer, in diesem Restaurant wirbelte der Barchef nicht alleine herum, er hatte auch eine wirklich sehr nette freundliche fleißige Kollegin an seiner Seite. Ein fester Händedruck und noch ein paar Worte, dann mußte ich gehen. Was soll ich sagen, dieser Mensch, der mich das Gastsein wirklich hat genießen lassen, der schaut nicht auf die Kleidung oder die Frisur, der schaut seinen Gästen ins Gesicht und in die Augen, eine Fähigkeit, die nicht jeder hat aber haben sollte.

Lieben Dank für diese drei wirklich schönen Abende… 

Am Tag danach, die Rezeption wieder leicht unterkühlt, beim Auschecken dann aber doch noch recht nett, wartete ein netter Taxifahrer auf mich, der mich ohne überflüssige Umwege direkt zum Flughafen brachte. Die Fahrt verkürzten wir uns mit einem anregenden Gespräch über Autos.

Die Dame vom Check-In Germanwings war etwas übellaunig, aber gut, sie sollte ja nur meinen Koffer wiegen, bekleben und mir die Boardingcard geben. Irgendwann war Boarding, der Flieger hob ab und nachdem der Flieger nur noch 15 Minuten vom Zielflughafen entfernt war, waren die Flugbegleiter auch bei unserer Sitzereihe angelangt. Um es der Dame zu erleichtern sagte ich: „Schinken und Cola.“ Sie lachte herzhaft auf, denn sie hatte „Schinkencola“ verstanden. Nachdem sie ihren kleinen Lachanfall wieder unter Kontrolle hatte, ich mußte direkt mitlachen, überreichte sie mir das Gewünschte. Ich öffnete die Verpackung des Brötchens und da ich etwas hungrig war, biss ich herzhaft hinein. Wieder ertönte ihr Lachen und ich schaute sie verwirrt lächelnd an. „Was ist denn nun?“ Die Flugbegleiterin: „Sie sahen so glücklich aus, als sie ins Brötchen bissen, da konnte ich nicht anders… „

Ja was soll ich sagen, diese Reise war irgendwie wirklich toll…

Nachtrag: Weil mich ja nicht jeder kennt, schreib ichs hier mal rein. Ich bin nicht mehr ganz jung und hatte als Frisur einen blondierten Iro. Ein Erscheinungsbild, welches für mich diese Geschichte so besonders macht :D

 

Nachtrag II: Um vom Flughafen zum Hotel zu gelangen, wählte ich die Bahn. Als ich am Bahnsteig angelangt war, war ich nicht sicher, ob das S-Bahnticket auch für den bereitstehenden Regionalexpresses Gültigkeit hatte. Glücklicherweise hatte der Lokführer sein Fenster geöffnet und so konnte ich ihn fragen. Glück gehabt, ich hatte das richtige Ticket. Im Zug stand als nächster Halt Mönchen-Gladbach angeschrieben, war ich in den falschen Zug eingestiegen? Ich telefonierte mit meinem Mann, auch um ihm zu sagen, daß ich glücklich gelandet war und erörtete mit ihm lachend, ob ich jetzt in die falsche Richtung fahre und somit eine ungewollte Rundreise machen würde oder nicht. Eine Sitzbank weiter, aber neben mir, hörte ein alleinreisener Mann mit, er versicherte mir dann schmunzelnd, daß ich im richtigen Zug saß. Am Zielbahnhof angekommen, hielten mir andere Mitreisende die Schwingtür auf, die das Nichtraucherabteil vom restlichen Wagon trennte. Der Bahnhof, naja eher eine Haltestellte, verfügte zwar über eine Rolltreppe nach oben, aber nicht über eine Rolltreppe nach unten. Also nahm ich das Kabinengepäck in die eine Hand und den Koffer in die andere Hand und machte mich an den Abstieg. Vor mir lief ein junges Mädchen, so um die 18 Jahre alt schätze ich, als sie schon fast unten angekommen war, drehte sie sich um und stieg die Treppe hinauf. Sie nahm mir meinen Koffer ab und trug ihn nach unten. Wow, so rein äußerlich hatte ich die junge Dame nicht unbedingt sooo hilfsbereit eingeschätzt. Ein Grund mehr, Menschen immer eine zweite Chance zu geben und nicht nur auf Äußerlichkeiten zu achten. :)

currywurstporzellan

 

 

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