Category Archives: Kurzgeschriebenes

Geschichten, natürlich nur selber Geschriebenes

Schreibs Dir hinter die Löffel

Schreibs Dir hinter die Löffel…

von Ezri (16.04.2015)

„Du ahnst ja gar nicht, was mir heute passiert ist“, begrüßte ich meine Freundin Stefanie, die das kleine Café soeben betreten hatte. Ich konnte es kaum abwarten, bis sie endlich Platz genommen hatte und die Kellnerin unsere Bestellung entgegengenommen hatte. „Hallo erstmal, laß mich doch erstmal hier sein. Und überhaupt, was ist mit Deinem Ohr passiert?“ Endlich saß meine Freundin am Tisch. „Na das will ich Dir doch schon die ganze Zeit erzählen“, erwiderte ich ungeduldig. „Also das kam so“, und ich drehte meinen Kopf so, dass meine Freundin das Pflaster, welches mein Ohr unschön zierte sich genau anschauen konnte, „ alles fing damit an, dass ich heute morgen einen kleinen Plausch mit meinem Kaffeelöffel hatte.“ Einen Plausch mit Deinem Kaffeelöffel? Du willst mich wohl auf den Arm nehmen.“ Ungläubig schüttelte sie den Kopf. „Na nun warte doch erstmal ab, was ich Dir zu erzählen habe.“

Heute Morgen schon saß ich genau hier in diesem kleinen Café und hatte mir eine heiße Schokolade mit Sahne bestellt. Ich liebe es, die heiße Schokolade durch die kühle Sahne zu trinken. Als die Sahne endgültig geschmolzen war, rührte ich gedankenversunken in der Schokolade herum. Plötzlich hörte ich ein leises hmmm und dann ein Oh, tut das gut… . Ich drehte mich um, um herauszufinden, wem diese angenehme Stimme gehörte, aber bis auf die Kellnerin war das Café leer. Es war noch zu früh für die meisten Gäste. Während ich darüber nachdachte, ob ich mir die Stimme nur eingebildet hatte, hörte ich wieder ein genießerisches hmmm. Ich nahm den Löffel aus der Schokolade und steckte ihn in den Mund um die süße Schokolade von ihm abzulecken, diesmal vernahm ich ein wohliges gedämpftes Ohhh und zwar direkt aus meinem Mund. Ich war mir aber sicher, dass ich keinen Laut von mir gegeben hatte. Erschrocken zog ich den Löffel aus dem Mund heraus. „Schade, ich hatte die Liebkosung Deiner Zunge sooo genossen“, hörte ich nun schmollend die Stimme sprechen. „Wer… wer redet denn da.. ?“ flüsterte ich verunsichert. „Na ich“, kam spontan und keß die Antwort, „dein Kaffeelöffel.“ Erschrocken ließ ich den Löffel fallen. „Autsch.“ „Entschuldigung.“ Verstohlen schaute ich mich nach der Kellnerin um, aber sie hatte sich in die Café-Küche zurückgezogen und hatte nicht mitbekommen, dass sich mein Kaffeelöffel mit mir unterhielt. Vorsichtig nahm ich den blankgeleckten Löffel in die Hand und hielt ihn mir prüfend vor die Augen. „Gefall ich Dir?“ Normalerweise sieht man ja sein eigenes Gesicht auf den Kopf gestellt in der Innenseite eines Löffels. In diesem hier schaute ich in ein freundliches Gesicht mit angenehmen Zügen. „Ja, ich finde“, antwortete ich zögerlich, „Du siehst gut aus… richtig nett sogar.“ „Danke, Du siehst auch nicht gerade schlecht aus. Aber Du solltest mal zum Friseur gehen. Deine Frisur sieht ja grauselig aus“ Na der Löffel war mir ja ein freches Früchtchen, aber er hatte Recht, ich hatte mir für den Tag tatsächlich vorgenommen zum Friseur zu gehen. „He, werd nicht frech.“ Antwortete ich gespielt ärgerlich. „’tschuldigung, ich wollte Dich nicht verärgern.“ „Ist schon gut, Du hast ja Recht, ich wollte in der Tat heute Vormittag zum Friseur gehen. Zu dem unten an der Hauptstraße, der hat gerade ein Angebot für Kurzhaarfrisuren.“ „Oh nein, geh da bloß nicht hin.“ „Wieso das denn nicht?“ „Gestern erst hatte mir die Kuchengabel erzählt, dass die Friseuse von ihrem Freund verlassen wurde. In ihrem Frust hat sie drei Stück Sahnetorte gegessen. Weißt du was das heißt, drei Stück?“ „Nein, was denn?“ „Na dass sie heute in einer noch schlechteren Stimmung ist wie gestern. Jetzt kommt zu ihrem Liebeskummer auch noch das schlechte Gewissen wegen ihres Gewichtes hinzu. Also mein Rat, geh zu einem anderen Friseur.“ „Ich hab Dich aber nicht um Deinen Rat gefragt.“ Irgendwie war ich jetzt doch etwas ärgerlich, dass mir so ein dummer kleiner Kaffeelöffel sagen wollte, was ich tun oder lassen sollte. „Ich werde es mir überlegen“, antwortete ich diplomatisch und ärgerte mich schon wieder, diesmal über mich selber, dass ich mich von einem gebogenen Stück Metall dazu verleiten ließ ihm gegenüber höflich und taktvoll zu sein. „Na gut, Du musst es ja wissen.“ Er schien zu ahnen, dass ich nicht auf seinen Rat hören wollte und ich wechselte das Thema. „Wie kommt es eigentlich, dass wir uns unterhalten können?“ Wollte ich neugierig wissen. „Mir war halt gerade langweilig, auf dem Tisch ist ja kein anderes Besteck mit dem man sich hätte unterhalten können, und da… “. „Ach, und da dachtest Du, Du kannst dich ja mal herablassen und Dich mit einem Menschen unterhalten?“ „Genau so ist es.“ „Kann denn jedes Besteck reden?“ „Naja, eigentlich schon, aber die Gabeln sind nicht sehr kommunikativ und wenn, dann sticheln sie nur rum, Messer sind entsetzliche Aufschneider und wenn sich Stäbchen mit einander unterhalten versteht man nur chinesisch.“ Bei dieser Bemerkung musste ich amüsiert schmunzeln. „Und die Löffel?“ „Tjahaa, wir sind schon etwas besonderes, denn wir sind wirklich sehr vielseitig, natürlich unglaublich klug und weltberühmt.“ „Sooo?“ „Ja, paß mal auf, dem Hasen helfen wir beim Hören, ungelenken Menschen helfen wir in zu enge Schuhe und Stiefel zu Gunsten der menschlichen Eitelkeit, dem Koch bei der Zubereitung erlesener Genüsse und dem Zuckerbäcker beim Herstellen feinster Leckereien. Der Mensch mag uns Löffel sogar so sehr, dass er eine *hüstel* kuschelige Stellung nach uns benannt hat.“ Ich könnte schwören, dass der kleine Kaffeelöffel nach der letzten Bemerkung leicht errötete. „Hmm“, machte ich nachdenklich, „Du hast Recht. Ihr Löffel leistet wahrlich gute Arbeit, man sollte Euch dafür mal öffentlich belobigen, oder gar ein Denkmal setzen.“ „Genau, das finde ich auch“, pflichtete mir der kleine Kaffeelöffel bei. „Du liebe Güte, es ist ja schon so spät. Ich muß los.“ Erschrocken stellte ich fest, dass während des kleinen Plausch mit dem Kaffeelöffel schon eine Menge Zeit vergangen war. Hastig schaute ich mich nach der Kellnerin um, während ich demonstrativ mein Portemonnaie auf den Tisch legte. Ganz nach alter Gewohnheit schlürfte ich noch den letzten Schluck heiße Schokolade aus der Tasse und leckte genüßlich den Löffel ab und wieder erscholl ein gedämpftes und genüssliches

Ohh, ist das schööön. Hastig und errötend zog ich den Löffel wieder aus meinem Mund. „Hee, Du musst Dich nicht genieren. Erstens machst Du das schon seit ewigen Zeiten und zweitens ist das meine absolute Lieblingsbeschäftigung, von einer freundlichen Zunge einer freundlichen Dame liebkost zu werden.“ Ich wollte gerade was erwidern, als sein Gesicht in der Löffelinnenfläche verschwand und mein eigenes kopfstehendes Gesicht erschien. „3,80 macht das.“ Ich schaute hoch und geradewegs in das freundliche Gesicht der Kellnerin. „Oh ja“, hastig kramte ich ein paar Münzen aus meinem Portemonnaie hervor, „stimmt so.“ „Mit geübten Handgriffen räumte sie das benutzte Geschirr ab und ich sagte freundlich: „Auf Wiedersehen.“ Und hoffte dabei, dass sie nicht bemerken würde, dass ich den kleinen Kaffeelöffel heimlich in meine Handtasche gesteckt hatte.

Als ich auf dem Frisierstuhl Platz nahm, hatte ich die Warnung des kleinen Kaffeelöffels bereits wieder vergessen. Unter den geschickten Händen der Friseurin entspannte ich, als sie mir die Haare wusch und ich genoß das Klappern der Schere, die emsig meine Haare schnitt. Gerade als ich darüber nachdachte, ob man sich auch mit der Schere unterhalten konnte passierte es. Ein scharfer Schmerz durchfuhr mein rechtes Ohr. In großen dunkelroten Tropfen troff mein Blut aus dem kleinen Spalt in meinem Ohrrand. Die Friseurin hatte mich tatsächlich geschnitten. Der kleine Kaffeelöffel hatte Recht behalten, ich hätte zu einem anderen Friseur gehen sollen. Nervös und aufgeregt versuchte die Friseurin die Blutung zu stoppen, aber erst nachdem ich zwei Handtücher durchgeblutet hatte, hatte sie ein Pflaster gefunden und es mir auf mein Ohr geklebt.

„Tja, und das Pflaster siehst Du ja jetzt, Stefanie“, beendete ich meine Geschichte. „Und das soll ich Dir glauben?“ Schmunzelte sie vergnügt. „Na meinst Du, ich hab mir aus Jux und Tollerei dieses hässliche Pflaster auf mein Ohr geklebt?“ „Nein, ich meinte nicht die Geschichte mit Deinem Ohr, sondern die mit dem Löffel.“ „Glaub es, oder glaub es nicht“, lächelte ich geheimnisvoll, „Ich für meinen Teil habs mir hinter die Löffel geschrieben, dass ich künftig auf meinen Löffel hören werde.“ Und während ich das sagte schaute ich in die Löffelinnenfläche, von wo aus mir der kleine Kaffeelöffel zuzwinkerte. Irgendwie schien meine Freundin etwas gesehen zu haben, denn ihr Lächeln verlor an Sicherheit. Sah sie das Blinzeln, oder nur ein Lichtreflex? Halb ärgerliche wischte sie mit der Hand durch die Luft. „Ach Du mit Deinen Geschichten immer… .“

Nun, wer diese Geschichte nicht glaubt, der soll halt seinen eigenen Löffel fragen, oder mich besuchen kommen. Mein kleiner Kaffeelöffel redet zwar nicht mit jedem, genau genommen redet er nur mit mir, aber der scharfe Schnitt der Friseurschere in meinem rechten Ohr ist noch immer deutlich zu sehen.

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Das Silbergeschirr (Der alte Musher)

 

Das Silbergeschirr (Der alte Musher)

 

Wenn man einen Regenbogen sieht, dann wissen alle Tierhalter, dass wieder geliebte Vierbeiner ihren Weg über die Regenbogenbrücke gehen, um auf der anderen Seite frei von Leid und Pein auf ihren Zweibeiner warten, mit ihm in die Unendlichkeit zu gehen.

 

Aber über eine spezielle Art von Vierbeinern erzählt man sich eine andere Geschichte, wie wahr diese Geschichte ist oder sein wird, lieber Leser, hängt ganz von Ihnen ab.

 

Irgendwo auf dieser Welt eingerahmt von Bergen und Hügeln stand eine einsame alte Hütte. Sie hatte nur einen Raum, in dem ein einfaches Lagers, ein alter zugiger Ofen, ein wackeliger Tisch, ein Stuhl und ein kleiner Schrank Platz fanden. Ein alter Mann saß auf dem Stuhl, den er sich jetzt im strengen Winter, nahe an den Ofen gerückt hatte. Weißer Rauch verließ den windschiefen Schornstein, der über ein mit Holzschindeln gedecktes Dach ragte. Zu Füßen des alten Mannes lag ein Hund, sein Fell schon altersmatt, seine Augen leicht getrübt, aber seine Ohren bewegten sich noch wachsam und nahmen jedes leise Geräusch auf. An der Innenseite der Tür hingen Zuggeschirre in verschiedenen Größen, aber der Staub der sich darauf gelegt hatte bezeugte, dass die Geschirre schon lange nicht mehr genutzt wurden. An einer Seite der Hütte, konnte man an die schneebedeckte Silhouette eines großen alten Schlittens erkennen. Wie schon unzählige Nächte zuvor, wenn der eisige Nordwestwind die Wolken vom Nachthimmel fegte und anschließend zur Ruhe kam, stand der alte Mann auf und hüllte seinen altersgebeugten Körper in einen warmen wollenen Umhang. Die Tür knarrte als er hinaustrat in die frostklare Nacht und am samtenen Himmel funkelten silbern die Sterne. Der Mond, so schien es fast, hielt sein starkes Licht zurück um die Pracht und das Glitzern der Sterne nicht zu stören. Mit zittriger Hand holte der alte Mann ein feines Gespinst aus seiner Hosentasche. Es war so fein und zart wie Feentuch, vielleicht war es das auch, aber vielleicht war es auch was ganz anderes. Wer weiß das schon. Er nahm das feine Gespinst vorsichtig zwischen seine knochigen Hände und hielt es weit aufgespannt den funkelnden Sternen entgegen. Leise kaum hörbare Worte verließen seine Lippen und der Wald um ihn herum hüllte sich in ehrfürchtiges Schweigen. Hauchfeiner glitzernder Staub schien aus dem Nichts auf das feine Gespinst zu rieseln und der alte Mann stand eine Weile da und fing den glitzernden Sternenstaub auf. Irgendwann ließ das Rieseln nach und der alte Mann faltete das feine Gespinst vorsichtig zusammen, damit kein einziges Körnchen des Sternenstaubes verloren ging. Der eisige Schnee knirschte überlaut in dieser klaren Nacht unter seinen alten Stiefeln und er wusste, dies war sein letzter Gang in die Sternennacht.

In seiner Hütte rückte sich der alte Mann den Stuhl an den Tisch, auf dem schon sorgsam aufgereiht Werkzeug lag, ein scharfes Messer, eine Ahle, eine starke Nähnadel. Sorgsam breitete er das feine Gespinst, gefüllt mit silbernem Sternenstaub, auf dem Tisch aus und seine Hände fingen an zu arbeiten. Mit jedem Schnitt und mit jedem Stich erzählte er Begebenheiten aus dem Leben des Hundes. Mit jedem Schnitt und mit jedem Stich floss ein Stückchen aus dem Leben des Hundes in das silberne Geschirr, welches unter den Händen des alten Mannes entstand. Genauso wie schon viele Abende zuvor. Dann, kurz bevor der erste Silberstreif am östlichen Horizont des Himmels das Funkeln der Sterne zum Erlöschen brachte, war er endlich fertig. Tränen netzten sein altes faltiges Gesicht und nässten seinen Bart, als er zufrieden sein Werk betrachtete. Traurig und glücklich zugleich rief er mit brüchiger Stimme den Namen seines Hundes. Ein letztes Mal bog sich die Rute des Hundes zur Sichel und wedelte freudig und erwartungsfroh, ein letztes Mal streckte der Hund voller Unternehmungslust seine altersgraue Schnauze seinem letzten Geschirr entgegen, hob ein letztes Mal die eine und dann die andere Vorderpfote, damit sein Mensch, sein Musher, ihm das Geschirr überstreifen konnte, dann legte er sich hin, ein letzter Atemzug, ein letzter Seufzer, ein letzter vertrauensvoller Blick zu seinem alten Musher, ein allerletzter Herzschlag und aus seinem Körper löste sich schimmernd ein feiner Nebel mit einem glitzernden Silbergeschirr. Mit dem allerersten und jungfräulichen Tageslicht schwebte dieser silberner luftiger Nebel in Hundegestalt dem Himmel entgegen und wie zum letzten Gruß stürzte sich eine Sternschnuppe, einer silbernen Träne gleich, der Erde entgegen…

 

Das alles geschah vor sehr sehr langer Zeit und noch heute erzählt man sich, dass in sternschnuppenreichen Nächten an jener Hütte im Wald sich ein paar Wölfe einfinden. Sie stimmen dann ihr Klagelied an, um an ihre Verwandten zu erinnern, die sich vor sehr langer Zeit dazu entschlossen dem Menschen zu treu dienen.

Und ich bin mir sicher, wenn man jemals diese Hütte finden sollte, so wird man um sie herum die Spuren der Wölfe sehen. Und wann immer ich eine Sternschnuppe sehe, sehe ich ein Schlittenhundegespann über den Himmel ziehen, die Sternenstaubgeschirre glitzern silbern am schwarzen Nachthimmel. Und in besonders stillen Winternächten, meine ich in der Ferne freudiges Gebell und das Klagelied der Wölfe zu hören.

 

Ezri, Müllheim 20.11.2010

 

silbergeschirr

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Der Halbelf und die Erdnußmillionen

Mina schnippte gelangweilt eine angeknabberte Erdnuß aus dem Seitenfenster des Autos, während sie an der Zapfsäule auf Bedienung wartete. Die Erdnuß traf ein winzig kleines Sensorfeld und Konfetti und Luftschlangen wirbelten durch die Gegend, während eine blecherne Stimme ihre zu dem Millionengewinn gratulierte. Verdutzt stieg sie aus dem Wagen und ging fragendem Gesichtsausdruck zum Schalter der Tangstelle.

Ihr Stammgastwirttankstellenwart schob ihr mit einem Grinsen die Quittung zu und meinte: „In all den Jahrhunderten hat das noch keiner geschafft und ich hatte das Gewinnspiel auch schon völlig vergessen. Herzlichen Glückwunsch, Mina.“ Tatsächlich, die Quittung sagte es, auf ihrem Konto waren eine Millionen gutgeschrieben worden. Was sie damit alles anstellen konnte. Ein neues Auto mußte es aufjedenfall sein, der alte Wagen war schon sehr in die Jahre gekommen und just in diesem Moment kamen weitere Beulen hinzu, denn hinter der Tankstelle und ein paar Meilen weiter, hatte ein Vulkan beschlossen, etwas Asche und Steine auszuspucken.

Sicherheitshalber blieb Mina noch ein kleines Weilchen hinter der Tankstelle und lugte vorsichtig um die Ecke. Imposante Wolken quollen in Grau- und Orangetönen dem Himmel entgegen, in eleganten Bögen und mit welligen rauchigen Schweifen flogen Felsen und kleine Kieselsteine in allen Richtungen davon. Einige davon trafen auch den alten Wagen von Mina, die beschloß ein längeres Weilchen hinter der Tankstelle zu verweilen. Während der Vulkan sich noch nicht entschließen konnte, sein Spektakel zu beenden, versuchte Mina ihren Mann zu erreichen. Ihr Handy war aber viel zu abgelenkt und bibberte in ihrer Hosentasche vor sich hin.

Nagut  dachte Mina  dann kauf ich uns halt schon mal eine Wohnung und schau dann mit ihm zusammen, was wir mit dem restlichen Geld machen wollen. Gedacht getan, per gedanklicher Spacenet-Verbindung kaufte sie in einem der einzigen beiden Hochhäuser eine schicke Wohnung. Zu den beiden Hochhäusern war der Weg nicht weit und der Stein- und Geröllhagel hatte so stark nachgelassen, daß sich Mina zu Fuß auf den Weg machte, ihre Wohnung auch zu besichtigen.

Leider hatte sie sich gar nicht gemerkt in welchen der beiden Hochhäuser sich die Wohnung befand, also ging sie zuerst zu dem hinteren Hochhaus. Es gab in diesem Gebäude auch ein wunderschöner Fahrstuhl, die Wände schienen aus graublauen auf hochglanzpolierten Marmor zu bestehen und ein messingfarbenes Geländer lud zum Festhalten ein. Während Mina sich unschlüssig die Schalttafel anschaute, denn sie wußte auch nicht, in welcher Etage sich ihre schicke neue Wohnung befinden sollte, stürmten ein paar wildaussehende Menschen und noch wilder aussehende Wölfe in den Fahrstuhl.

„Nun drück schon die 263.“ Knurrte einer der Menschen und die Wölfe stimmten ein schaurigschönes Geheul an, dessen Echo eindrucksvoll das Treppenhaus füllte. Ein anderer Mensch schnüffelte an ihr und die Wölfe ließen ihre Augen gelb aufleuchten. Etwas furchtsam aber auch neugierig drückte sich Mina in eine Ecke. „Keine Sorge, wir jagen einen Vampir und Du bist ja nur ein Halbelf.“ „Ich bin ein Halbelf? Das wußte ich ja noch gar nicht.“ Etwas zutraulicher wagte sich Mina wieder aus der Ecke heraus.

Der Fahrstuhl hatte mittlerweile die entsprechende Etage erreicht und die wilde Werwolfbande stürmte aus der wunderschönen Fahrstuhlkabine heraus. Zögerlich wagte auch Mina einen Schritt aus der Farhstuhlkabine heraus, aber eigentlich wollte sie lieber drinnen bleiben, es war einfach zu schön da.

„Kindchen, Du bist im falschen Haus.“ Eine grellgeschminkte Frau im Einheitsmaklerkostüm eilte geschäftig um die Ecke, „Du mußt in das andere Haus und da auf die Etage G.“ Ihre Brille rutschte gefährlich nah an die Nasenspitze heran, deren Bügel sich drauf gefaßt machte, sich fest in das goldene Kettchen zu krallen. „Oh.. oh.. Danke.“ Minas Wangen wurden zartrot und ihre Ohrspitzen beschlossen, nach der Offenbarung der Werwölfe, etwas spitzer zuzulaufen.

Der Fahrstuhl sauste in atemberaubender Geschwindigkeit runter in das Erdgeschoss, nun mußte Mina sich doch vom Fahrstuhl verabschieden und während sie ging, meinte sie noch ein langezogenes Jaulen zu hören. Im anderen Gebäude angekommen gab es ebenfalls einen Fahrstuhl, kuscheliger roter Samt mit seidenen rosa Herzen betörten die Schuhe seiner Fahrgäste und spiegelnde bronzefarbene Wände deckte jede Hautunreinheit gnadenlos auf. Aber die Musik war gut und so vertraute sich Mina diesem Fahrstuhl ebenso an, wie dem anderen. Noch kurz lauschte sie ins Treppenhaus, bevor ihr Zeigefinger auf das G drückte.

Endlich hatte sie ihre neue Wohnung gefunden und endlich hatte sie es geschafft ihrem Mann eine SMS zuzusenden. Nun konnten sie gemeinsam ein neues Auto kaufen und damit glücklich zur nächsten Tankstelle fahren…

Ezri, September 2010

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Die Entstehung der Borg

 

Entstehung der Borg,

es war einmal ein kleiner Ferengi, der wollte, wie alle Ferengis reich werden. Da er aber nicht über Kapital verfügte, borgte er sich etwas Maschinen- und Computerzubehör, um seine Idee umzusetzen. Irgendetwas fehlte ihm noch…

Suchend schaute er sich in der Bar um, in der sich allerlei Aliens aus allen möglichen Quadranten tummelten. Sein Augenmerk viel auf einen Menschen. Das ist genau das, was ich jetzt noch brauche dachte er bei sich, stand auf und sprach den Menschen an.

„He Mensch, bist Du interessiert an ein medizinisches Experiment?“

Der Mensch reagierte genauso wie Menschen immer reagieren, mit reiner Neugierde gepaart mit einer Portion Hilfsbreitschaft.

„Na klar, was soll ich tun?“

„Och, eigentlich nix, nur stillhalten.“

„Na wenn das alles ist.“

Artig hielt der Mensch still und zuckte nicht einmal zusammen, als sich das Hypospray mit betäubender Wirkung in seine Adern entlud. Der kleine Ferengi war so arm, dass er den Menschen eigenhändig in sein kleines Labor trug.

  • Der Klingone der ihn sah dachte: Der Ferengi hat Ehre, er macht seine Arbeit alleine.
  • Der Vulkanier der ihn sah dachte: Das ist logisch, so spart er Transportkosten.
  • Der Trill der ihn sah dachte: Nun isser endlich nicht mehr allein.
  • Der Betazoid der ihn sah dachte lieber gar nix, aus Angst abgehört zu werden.
  • Der Rihannsu der ihn sah dachte: Ahhh… Betäubungsmittel, nicht schlecht. Gleich mal ein Gegengift besorgen gehen.
  • Der Cardassianer der ihn sah dachte: Kein Bajoraner hier, um ihn zu unterdrücken?
  • Der Bajoraner der ihn sah dachte: Armes Geschöpf, werde gleich mal den Widerstand informieren und zu den Propheten beten.
  • Der Jedi der in sah dachte: Kleiner Mann dummer, er mit Hand tragen und nicht mit Geist und überhaupt, was ich machen hier? Ich im falschen Film sein wohl.

In seinem Labor angekommen, fing der Ferengi sofort an zubasteln. Erst einmal entfernte er das Gehirn, was ohnehin nicht sehr groß war. Stattdessen fügte er eine 0 und eine 1 ein. Rein aus ästhetischen Gründen entfernte er noch ein Auge und setzte eine wundervoll funkelnde Leuchtdiode ein. Zwei Arme mit Händen hielt er für übertrieben, also ersetzte der den einen Arm durch ein echt nützliches Werkzeug, ein Schweizer Armeetaschenmesser. Den anderen Arm ersetzte er durch ein weniger nützliches Werkzeug, aber ein Werkzeug, was dem Wesen bestimmt viele Freunde bescheren würde, ein multifunktionaler Pürrierstab. So konnte das Ding viele leckere Cocktails machen und es war sichergestellt, dass es auf viele viele Parties eingeladen werden würde. So nach und nach wandelte er den Menschen komplett um in ein Ding. Tja, wie sollte er denn nun das Ding nennen? Mobile Küchenhilfeeinheit? KFZ- und Shuttlemechaniker auf zwei Beinen? Roboter? Ach nein, Roboter ist zu profan, der wurde ja schon in historischen Romanen erwähnt.

Der kleine Ferengi grübelte und grübelte, da viel es ihm plötzlich ein.

BORG

„Ich nenne es BORG. All seine Komponenten habe ich mir ausgeliehen, also geborgt. Und deshalb nenne ich es BORG, alter Schwede versteht eh niemand.“

Zufrieden besah er sich sein Werk, setzte noch hinten am Rücken, dort wo die kleine Klappe ist, zwei Paar Durazell-Batterien ein, drückte Power und fertig.

Fertig?

Nein fertig war er noch lange nicht, erst einmal musste er noch ein Betriebssystem installieren. Ein solches fand er im sww.freedownload.p (sww = Space Wide Web; p = Pakled). Es war windoof xxl. Da die Pakleds schon immer zu blöd waren, selber sich was auszudenken, war auch dieses Betriebssystem von ihnen gestohlen. Eine Geisel, ein Computertechniker, der eigentlich gar keiner war, sondern ein Gärtner, aber das interessierte sie nicht, hatte das Programm verändert und auf sie zugeschnitten. Naja, ist ja auch wurscht, der kleine Ferengi installierte das Betriebssystem, oder er versuchte es zumindest. Nach dem 4. Install-Versuch und den übelsten Schimpfwörtern des allumfassenden Alls, war das System nun endlich installiert. Es ist unwichtig das zu erwähnen, weil ohnehin jeder weiß, dass dabei einige wichtige .dll verloren gingen und der Festplatten-Speicherchip-Datenkristall partielle Beschädigungen aufwies.

Nunja, nun endlich konnte der Borg reagieren und agieren.

Da passierte es plötzlich, wie aus dem Nichts erschienen zwei menschliche (typisch Star Trek) Sternenflotten-Offiziere mit einer Uniform, die noch gar nicht erfunden war.

„Wir sind vom Zeitschiff USS Übermorgen, übergeben Sie uns Ihre Erfindung, gehen sie nicht über Los und ziehen Sie keine 2000,- … öhm… keine 2000,-… Mist, was für ne Währung haben wir jetzt eigentlich?.. Naja egal, ziehen Sie halt keine 2000,- Was-auch-immer ein. Und leisten Sie keinen Widerstand, der ist eh zwecklos.“

„He, was soll das“, protestierte der kleine Ferengi, „Das ist mein Borg, den geb ich nicht her. Ich verliere Punkte an der Börse, wenn Ihr mir den wegnehmt, wer soll denn dann meine Asche kaufen wollen, wenn ich nur noch Asche bin?“

Die beiden Offiziere interessierten sich nicht für das Gezetere und Gejammere des kleinen Fernegi, gnadenlos nahmen Sie ihm seinen Borg ab.

Ein Puff und ein Blitz und fort waren sie.

=/\= USS Übermorgen =/\=

Offizier Übergestern: „Soo, haben wir mal wieder das All und all das Zeugs gerettet, man was sind wir für tolle Helden.“

Offizier Vormorgen: “Ja, wir sind die Besten, wir sind Ameri… .“

Offizier Übergestern:“ Sprichs nicht aus, sonst bekommen wir wieder eins auf den Deckel, Big Brother is watching you.“

Q: “Heee… das Ding gefällt mir.“

Beide Offiziere im Chor: “Das ist kein Ding, das ist ein Borg.“

Nach 5 Minuten…

Beide Offiziere wieder wie im Chor: “Oh nein, es ist Q. Hilfe, Hilfe… Was sollen wir nun tun?“

Q wedelt unelegant mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand und beide Offiziere verwandeln sich in Biene Maja und Willi.

Q: “So, Du kleiner Borg, dann will ich Dich mal ins 23. Jahrhundert schicken, oder wars das 24.? Ach, auch egal. Dort kannste dann das Star Trek Universum ordentlich durcheinander wirbeln. Und damit Du Zeit hast, Dich ein wenig zu entwickeln, setze ich Dich im Delta-, ich mag das Wort, Quadranten aus. Mal sehen, was so alles passiert.“

Gesagt, getan.

Der Borg trieb also so mutterseelen allein durchs All im Delta-Quadranten. Er sehnte sich nach Gesellschaft. Und wie er so dahin trieb überlegte er sich allerhand Anmachsprüche.

Dieser hier wurde sein Favorit:

Wir sind die Borg… blah blah blah.. Naja, den Rest kennt man ja schon.

Warum er Wir statt Ich sagt, liegt wohl daran, dass er ein bisschen bescheuert war, oder dass er in die Zukunft schauen konnte.

Irgendwann, er hatte endlich diesen einen Satz perfektioniert, traf er auf eine Lebensform. Da er nicht wusste, ob diese Lebensform ihn verstand, passte er sie ihm gleich an. Und schon war er zu zweit. Endlich nicht mehr Egoist, herrlich. Lauter bunte Gedanken, Farben, Gerüche und Geschmäcker. Der Zustand hielt allerdings nur so lange an, wie die Droge wirkte, die die andere Lebensform zuvor geschluckt hatte. Da er den Flash gerne noch mal erleben wollte, suchte er, der ja nun nicht mehr alleine war, nach noch mehr Lebensformen. Außerdem wars ganz praktisch nicht allein zu sein. So konnte er alle Hausarbeiten auf andere delegieren und musste selber eigentlich nix mehr machen. Damit all seine „Untertanen“ nicht merkten, dass er sie ausbeutete, entschied er sich zu einer totalen plastischen Operation. Er ließ sich einen weiblichen Körper basteln, der aufregend, gefährlich und auch irgendwie androgyn schön war. Die anderen Lebensformen buhlten daraufhin um die Gunst ihm dienen zu dürfen. Und damit weibliche Lebensformen auch was davon hatten, behauptete er einfach, sie seien zusammen ein Geschöpf und alle wären so hübsch wie er.

Ihr Ur-Schiff, war ja eigentlich rund gewesen, aber dann trafen sie Pablo Picasso und der war halt Kubist, oder wars ein anderer? Egal, von da an bauten sie nur quadratische Raumschiffe. Auch, weil sie sich sowieso nicht auf ein anderes Design einigen konnten.

Und so zogen sie durch die unendlichen Weiten des Delta-Quadranten und lockten andere Geschöpfe in ihre Schiffe, bauten sie sogleich mit ein und waren eine große glückliche Kommune.

Glücklich bis sie auf Picard trafen, was dann passierte, das ist ja jedem bekannt…

P.S.

Was aus dem kleinen Ferengi wurde, wollt Ihr wissen?

Der wurde Wirt, denn wer nichts wird wird Wirt. Seine Neigung zum Kneipier hatte er weitervererbt und irgendwann später oder war es irgendwann früher? Wer weiß das bei den ganzen Zeitreise-Dingern schon so genau. Also irgendwann dann halt, hieß einer seiner Nachkommen Quark Doppelrahmstufe.

 

Ezri, Zürich 15.02.03

 

 

 
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Mein erster Schreibversuch – Star Trek Erotik (Ausschnitt aus einem Rollenspiel)

 

Tiefenraummission Teil 2 – 13

Ezri

Dann packte ich einige persönliche Dinge ein und ließ mir vom Replikator ein Picknick generieren. Mein Bat’leth ließ ich an der Wand hängen. Es war zu groß und zu auffällig. Ich würde es sehr vermissen. Ein letztes mal ließ ich meinen Blick durch mein Quartier gleiten, dann schloß sich die Türe. Ich bemerkte nicht, daß ich mein persönliches Log-Padd liegen ließ. Mit einer größeren Tasche an der Schulter hängend und einer kleineren in der Hand begab ich mich zum Shuttle wo Ben schon ungeduldig auf mich wartete.

=/\= Shuttle =/\=

Ben nahm mir meinen Taschen ab: Was hast Du denn alles mitgenommen? Wir machen doch nur ein kleines Picknick und keine 3 wöchige Urlaubsreise.” Witzelte er. Dann stiegen wir ein. Kurz darauf hatten wir Startfreigabe. Was für ein Gefühl wieder unmittelbar im All zu reisen. Der Nebel lag noch innerhalb der Transporterreichweite des Shuttles zur Blutschwinge. Während Ben es nahe heran manövrierte packte ich im hinteren Teil des Shuttles das Picknick aus. Ich breitete eine große flauschige Decke auf dem Fußboden aus und legte Teller, Besteck und das Essen auf dieselbe. Dann öffnete ich die Flasche Wein und stellte die Gläser dazu. “Ben? Das Picknick ist fertig.” Rief ich ihn. “Komme sofort, ich “park” das Shuttle einfach hier und laß die Sensoren selbständig die Daten sammeln.”

Ben kam nach hinten und strahlte mich glücklich an. Sofort ließ er sich auf der Decke nieder. “Computer: Licht aus.” Befahl Ben. Das Licht verlöschte und das Shuttle wurde nur noch von den 2 Kerzen erhellt und dem diffusen Licht des Nebels, welcher in allen Spektralfarben leuchtete und glitzerte. Wir saßen uns gegenüber, keiner wagte diese besondere Stimmung zu unterbrechen. Ich nippte an dem Wein, essen konnte ich nichts. Ben erging es ebenso.

Ich schob das Essen langsam zur Seite und kuschelte mich an Ben an. Irgendwann fingen wir an uns zu küssen. Zunächst noch zaghaft, dann immer leidenschaftlicher. Ich spürte wie Bens streichelnde Hände anfingen meinen Körper zu erkunden. Wir zogen uns gegenseitig aus und spürten uns, fühlten uns. Ich genoß sehr seine Berührungen und er die meinen. Unsere Lippen trafen sich immer wieder und unsere Zungen spielten wild und leidenschaftlich miteinander. Bald schon bedeckten wir unsere Körper gegenseitig mit Küssen. Überall. Ben legte sich auf mich und ich fühlte ihn in mir. Wir wurden eins. Nichts mehr nahmen wir um uns herum mehr wahr. Rhythmisch bewegten wir uns auf einen gemeinsamen Höhepunkt zu. Die Umgebung verschwamm zu einem unbestimmten Farbenspiel für mich. Mein ganzer Körper bestand nur noch aus einem Gefühl und ich spürte, daß Ben das Gleiche wahrnahm. Keuchend, verschwitzt und glücklich blieben wir eng aneinander gekuschelt liegen.

Ich weiß nicht, wieviel Zeit vergangen war, aber das war ja auch egal. Ich schaute Ben in die Augen. “Ich möchte daß du weißt wie sehr ich dich liebe, Ben.” Während ich diese Worte flüsterte und Ben mich stumm anlächelte angelte meine rechte Hand nach dem Gegenstand, der sich in der Tasche die auf dem Boden lag, befand. Zischend entlud sich das Hypospray in Bens Nacken. Lächelnd schlief er in meinen Armen ein. Tränen stiegen in mir auf. “Ich hoffe, daß du mir irgendwann verzeihen wirst, Ben.” Eine der Tränen viel auf sein Gesicht. Ich stand auf und drehte mich um. Meine Gesichtszüge wurden hart. Rasch suchte ich Ben seinen Kleidung zusammen und zog ihm seine Uniform an. Ich schob ihn noch einen Datenchristall in die Hosentasche. Der Christall beinhaltete eine Holographie von mir, die ihm erklären würde, was vorgefallen war und die ihm nochmals meine Liebe erklären würde. Nachdem ich das getan hatte, lud ich von dem mitgebrachten Padd, die Fluchtsequenz in den Bordcomputer des Shuttles. “Computer: Fluchtsequenz Ezri Tokmar III, Energie.” Hinter meinem Rücken dematerialsierte sich Ben. Er würde direkt in sein Quartier gebeamt werden und in ca. 2 Stunden wieder erwachen. Unmittelbar danach wurden die hinteren Schilde hochgefahren und verstärkt. Das Shuttle beschleunigte in der Startsequenz auf Warp 9,8 nach kurzer Zeit auf Warp 9. Ich hatte einen wirren Kurs vorprogrammiert. Nach typischer weiblicher Logik. Es würde den Rihannsu erstmal schwerfallen ein Muster zu erkennen, sollten sie den Flug von Anfang an nachverfolgen. Während dies alles geschah generierte der Computer des Shuttles noch 2 falsche Warpsignaturen, die sich schon nach kurzer Zeit im All verloren.

Erst nachdem ich das Gefühl hatte einen ausreichenden Abstand zur Blutschwinge zu haben zog ich mich an. Allerdings nicht die Sternenflotten-Uniform, sondern meinen klingonische Rüstung, welche extra für mich hergestellt wurde. Sie war bei weitem nicht so steif oder so wuchtig wie die Rüstungen meiner klingonischen Kameraden. Ich steckte die beiden Mek’leth und das D’k tahg und den Dolch von Benjamin in die dafür vorgesehenen Halfter. Dann legte ich mir noch 2 Phaser und ein Phasergewehr bereit. “Computer, die Lebenserhaltung auf ein Minimum reduzieren. Das Shuttle kühlte in kürzester Zeit aus. Ich fror, aber ich mußte Energie sparen. Ich wußte nicht, wie lang ich mit diesem Shuttle unterwegs sein würde. Nach einigen Stunden, ich wußte das mir die Rihannsu längst auf den Fersen war:” Computer: Antrieb aus und Tarnvorrichtung ein.” Ich ließ das Shuttle auf dem eingeschlagenen Kurs weiter treiben und scannte nach einem Klasse M Planeten, auf dem ich mich eventuell verstecken konnte.

-tbc-

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